L. van Beethoven – „Kreutzer“ Sonate für Violine und Streichorchester Nr. 9, op. 47
Das Kammerorchester Louis Spohr und Katalin Westermann präsentieren Ausschnitten aus Beethovens Kreutzer-Sonate Nr., op. 47 in A-Dur (Kassel, 2025).
Die Fassung für Kammerorchester und Violine solo
Die „Kreutzer“ Sonate für Violine und Klavier markiert einen Höhepunkt in Ludwig van Beethovens Auseinandersetzung mit der Form der Violinsonate (1803). Die ungewöhnliche Länge, die dramatischen Kontraste und der fast sinfonische Tonfall sprengen die Grenzen des traditionellen Duos für Violine und Klavier.
Gerade diese Aspekte führten früh dazu, dass das Werk in orchestralen Bearbeitungen aufgeführt wurde und sich fast in ein Violinkonzert verwandelt, in dem das Orchester und die Solovioline einen dichten Dialog entwickeln. Die Klavierpartie gewinnt hier an Dichte und klanglicher Vielfalt und umhüllt perfekt die virtuose und expressive Rolle der Solovioline.
Die drei Sätze (Adagio sostenuto/Presto – Andante con variazioni – Presto) bekommen dank dieser Fassung eine neue, sinfonische Dimension.
